Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

nach dem ESC-Desaster habe ich mich inzwischen wieder beruhigt, doch Olaf, mein ehemaliger Nachbar, kriegt sich nicht mehr ein. Für ihn ist das Ganze nur noch eine bunte, körperbetonte Glitzershow, die mit gutem Gesang nichts mehr zu tun hat.  Obwohl Deutschland den größten Teil davon bezahlt, haben wir nur 12 Punkte bekommen – vermutlich, weil man uns Deutsche nicht leiden kann. Ich habe versucht, ihn zu beruhigen, und vorgeschlagen, die Sache auch einmal positiv zu sehen: Immerhin haben wir 12 Punkte bekommen. Ein Dutzend also, und das lässt sich laut Wikipedia ganz einfach an den Gliedern einer Hand abzählen. Ich habe nachgezählt – und tatsächlich, es stimmt. So habe ich durch den ESC immerhin etwas gelernt, und dafür zahlt man die GEZ-Gebühren doch fast schon gern. Olaf winkte jedoch ab und meinte, das ESC-Festival werde sich bald ohnehin erledigen, weil offenbar eine große Katastrophe bevorstehe. Heute Morgen habe er im Morgenmagazin der Vertreterin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zugehört, die uns allen nahelegt, einen Notvorrat anzulegen.  Für mindestens 3 Tage, möglichst für 10 Tage.  Und bitte die frischen Lebensmittel hinter den älteren anordnen.  Das sei wichtig.  Jetzt hat Olaf Angst for der Apokalypse.  Olaf, habe ich gesagt, 12 Punkte beim ESC sind nicht der Weltuntergang.

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